printlogo
http://www.ethz.ch/index_EN
 
print
  

Für eine Welt ohne Hunger – ETH Studenten besuchen die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO, in Rom

Feedback

Your feedback is welcome! Please fill out the form on the feedback page.

At the FAO
At the FAO

Im Rahmen der Mastervorlesung „International Competition and Local Outcome“ (ICLO) von Prof. Dr. Bernard Lehmann hatte eine interdisziplinäre Gruppe von 25 Studenten sowie vier Doktoranden die Möglichkeit, mit Experten der FAO über Herausforderungen und Lösungsansätze im Kampf gegen Hunger zu diskutieren. Es zeigte sich einmal mehr, dass diese Problematik äusserst komplex ist und nur durch koordiniertes Handeln angegangen werden kann.

Das Thema „food security“ bildete nicht nur den Fokus der Vorlesung ICLO im Frühlingssemester 2010, sondern ist auch das Schwerpunktthema der FAO in Rom. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO konzentriert sich im Wesentlichen auf drei Bereiche: (i) Entwicklungshilfe, (ii) Sammlung und Bearbeitung statistischer und anderer Information über Ernährung, Nahrungsmittel, Land-, Forstwirtschaft und Fischerei sowie (iii) Regierungsberatung.

Initiiert wurde der zweitägige Aufenthalt in Rom vom Leiter der Schweizer Vertretung bei der FAO, Hans Jörg Lehmann. Ziel der Exkursion war es, den Studenten die praktischen Aspekte des internationalen Kampfes gegen Hunger darzulegen und ihnen einen Einblick in die Vorgehensweise von internationalen Organisationen zu ermöglichen. Im Anschluss an das offizielle Programm erhielten die Studenten die Gelegenheit, Rom zu besichtigen.

Am ersten Tag stellten verschiedene Mitarbeiter der FAO, des WFP (World Food Programme) und des IFAD (International Fund For Agricultural Development) ihre Organisationen. Zudem erläuterten sie die Probleme und Herausforderungen sowohl aus (agrar-) wirtschaftlicher, als auch aus politischer und sozialer Hinsicht mit welchen sie in ihrer Arbeit konfrontiert sind. Unter anderem beschrieben sie ihre Vorstellungen, wie eine nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln unter den gegebenen Ressourcenausstattungen auch für eine bis ins Jahr 2050 steigende Weltbevölkerung sichergestellt werden kann. Dabei zeigte sich die Unsicherheit über die Frage, ob es sich bei Hunger um ein Produktions- oder ein Verteilungsproblem oder eine Kombination von beiden handelt. Gerade die Vorträge der IFAD- und WFP-Vertreter verdeutlichten die sozialen und politischen Gründe und Auswirkungen von Hunger anhand der Situation in der Region Darfur im Süden des Sudan.

Die Studenten hatten im Rahmen einer Gruppenarbeit den Auftrag, besondere Aspekte aus den Referaten aufzugreifen und mit Überlegungen und Themen, die sie vorab in der Vorlesung bearbeitet hatten, zu ergänzen. Die Studenten verteilten sich hierfür auf die folgenden vier Themenbereiche: Aus einer ökonomischen Sicht wurden die Probleme fehlender Investitionen, des Zugangs zu Nahrung, der Externalitäten und Handelsrestriktionen diskutiert. Zwei Gruppen nahmen Themen „natürliche Ressourcen“ sowie ernähungsbezogene Aspekte der „food security“ auf, während das vierte Team sich den Herausforderungen für Forschung und Bildung widmete. Die Resultate dieser Arbeiten wurden am zweiten Tag im Plenum präsentiert. Die Studenten machten dabei die Erfahrung, dass die Probleme von Hunger und Unterernährung sehr komplex und vielschichtig sind und daher interdisziplinäre Lösungen notwendig sind. In der anschliessenden Diskussion mit den Referenten der FAO konnten noch diverse Fragen erläutert werden, welche in den Gruppenarbeiten auftauchten. Dies führte zu einer sehr interessanten Diskussion.

Im Rahmen der Vorlesungen von Prof. Dr. Lehmann wurden die in Rom aufgegriffenen Themen weiter vertieft. Die Exkursion wurde von sämtlichen Teilnehmern sehr geschätzt und hat neue Perspektiven auf das Thema eröffnet.

 

Wichtiger Hinweis:
Diese Website wird in älteren Versionen von Netscape ohne graphische Elemente dargestellt. Die Funktionalität der Website ist aber trotzdem gewährleistet. Wenn Sie diese Website regelmässig benutzen, empfehlen wir Ihnen, auf Ihrem Computer einen aktuellen Browser zu installieren. Weitere Informationen finden Sie auf
folgender Seite.

Important Note:
The content in this site is accessible to any browser or Internet device, however, some graphics will display correctly only in the newer versions of Netscape. To get the most out of our site we suggest you upgrade to a newer browser.
More information

© 2014 ETH Zurich | Imprint | Disclaimer | 24 August 2010
top